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Aufzucht und Anbau der Kaffeepflanzen

Aufzucht

Die Aufzucht der Kaffeepflanzen geschieht hauptsächlich aus Samen, kann aber auch durch Stecklinge und durch das Pfropfen erfolgen. Für die Saatgutmethode werden vorher ausgewählte und vorbereitete Bohnen genutzt, die sich noch in ihrer trockenen Pergamenthülle befinden. Die Keimzeit der Kaffeebohnen ist sehr kurz, die kürzeste und beste Keimzeit hat jedoch acht Wochen altes Saatgut.

Die Saat wird in extra Saatbeeten, ohne die Pergamenthülle, in den Boden gedrückt und regelmäßig leicht bewässert. Nach etwa fünf bis sechs Wochen ist dann ein erstes Blattpaar zu erkennen. Die Setzlinge, die am kräftigsten sind, kommen nun in Einzelbehälter und werden in die leicht schattige Pflanzenschule gestellt. Hier werden sie sorgfältig bewässert und gedüngt, bis sie nach acht Monaten dann auf die Kaffeeplantage umgepflanzt werden können.

Anbau und Pflege

Nach den acht Monaten in der Baumschule, werden die Kaffeepflanzen nun in einem Abstand von ein bis drei Metern auf die Kaffeeplantage gepflanzt. Wichtig für die Kaffeepflanzen ist, dass sie vor Wettereinflüssen wie Wind und Sonne geschützt werden. Hierfür kommen Hecken und Bäume zum Einsatz. Gäbe es diese Schutzmaßnahmen nicht, würde starker Wind Äste und Wurzeln beschädigen und die andauernde Sonneneinstrahlung unter anderem zum Austrocknen der Blätter, Knospen und Triebe führen.

Die Pflanzen müssen ständig zurück geschnitten werden, damit sie eine Höhe von 1,5 bis 2 Meter nicht überschreiten, denn auf dieser Höhe sind die Erträge am besten und die Kaffeebohnen lassen sich am einfachsten ernten. Beim regelmäßigen auflockern des Bodens muss man Mineraldünger in den Boden geben, was die Auslagerung des Erdreichs verhindert.

Da es in den tropischen und subtropischen Gebieten stärkere Schädlinge und Krankheiten gibt, muss man mit sehr intensiven Düngemitteln arbeiten. Hier kommen biologische, chemische und anbautechnische Maßnahmen zum Einsatz. Langfristiges Ziel sollte es allerdings sein, Pflanzen zu züchten, die gegen diese Schädlinge und Krankheiten möglichst resistent sind.

Zu einer ersten reichhaltigen Ernte kommt es aber erst nach drei bis fünf Jahren. In den nächsten zehn bis zwanzig Jahren sind die Ernteerträge optimal. Danach müssen die Pflanzen, die keine ausreichenden Erträge mehr liefern, entfernt werden.